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23.09.2011, 17:29 Uhr | sn. Übersicht | Drucken
A7-Deckel zur Chefsache machen

"Der Bürgermeister hat im Wahlkampf seinen uneingeschränkten Einsatz für den A7-Deckel versprochen - jetzt steht er in der Pflicht, die Angelegenheit zur Chefsache zu machen!" Diese Forderung erhob der Verkehrsexperte Tim Schmuckall (CDU) in der Sitzung der Bezirksversammlung Altona.

Hintergrund der Forderung ist das Ausscheren des Senats und der Vertreter der SPD-Bürgerschaftsfraktion aus dem langjährigen Konsenz einer Überdeckelung der Autobahn A7 zwischen Tunnelausfahrt Othmarschen und Stellingen. Während sich Wirtschafts- und Stadtplanungssenat bereits von der Deckelung des Südteils verabschiedet hatten, wurde jetzt im Planungsausschuss bekannt, dass auch im Norden eingekürzt werden soll.


HH-Altona - Schmuckall: "Offenkundig sind die zuständigen Fachbehörden unfähig oder unwillig, die große Lösung durchzusetzen. Jetzt ist Bürgermeister Olaf Scholz gefordert, sein den Altonaern gegebenes Versprechen einer unverzichtbaren Stadtreparatur durchzusetzen."

Die CDU rechnete vor, dass allein durch den Verzicht auf die Deckelung des Südstückes der Neubau von über 1.000 Wohnungen im Bereich Othmarschenpark östlich der A7 gefährdet werden könne, da diese dann vor den Belastungen der bedeutendsten Nord-Süd-Straßenverbindung der Republik nicht ausreichend geschützt würden. Durch den jetzt vom Senat gewollten Ende des Deckelstücks werde darüber hinaus der Neubau von weiteren rund 300 Wohnungen unmöglich.  Die Finanzierung der Verlängerung würde sich selbst finanzieren - der Verzicht darauf sei insofern in jeder Hinsicht nicht nachvollziehbar.

Zwar stellte sich die Bezirksversammlung - wie in der Vergangenheit - geschlossen hinter die Forderung, an der bisherigen Planung festzuhalten. Gleichzeitig allerdings machten Vertreter von CDU und PDL deutlich, dass sie angesichts der "Irrläufer" aus Verwaltung und Landespolitik deutliche Zweifel daran haben, ob die Altonaer SPD-Vertreter überhaupt noch beim Senat Gehör fänden.


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